Pfarrkirche St. Marien | 804
Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Marien im Mönchengladbacher Stadtteil Rheydt zählt zu den größten Gotteshäusern im Bistum Aachen. Das Bauwerk, das eine hölzerne Vorgängerkirche ersetzte, wurde ursprünglich zwischen 1853 und 1855 als neugotische Backsteinbasilika nach Entwürfen von Vincenz Statz errichtet. Nach der Grundsteinlegung am 3. August 1853 folgte am 21. September 1856 die feierliche Weihe.
Baugeschichte und Architektur
Die Kirche präsentiert sich als dreischiffige Anlage mit einem breiten Querschiff und einem fünfgeschossigen Westturm. Der Chor schließt in fünf Seiten eines Achtecks ab. Bereits im Jahr 1884 wurde unter der Leitung von Vincenz Statz mit einer Erweiterung begonnen, woraufhin 1887 die Weihe des Hochaltars stattfand. Während des Zweiten Weltkriegs erlitt das Gebäude schwere Schäden. Am 31. August 1943 wurde die Kirche bis auf den Turm zerstört; ein weiterer Angriff am 31. Dezember 1944 führte zur teilweisen Zerstörung. In den Jahren 1960 bis 1962 erfolgte der Um- und Wiederaufbau nach Plänen von Alfons Leitl, in dessen Zuge am 1. Juli 1962 ein neuer Altar geweiht wurde. Der Turm war schließlich 1963 fertiggestellt.
Ausstattung und Sanierungen
Die künstlerische Gestaltung der Fenster stammt von Walter Benner und Vincenz Pieper. Im Bereich der Orgelmusik gab es über die Jahrzehnte mehrere Entwicklungen:
- 1946 fertigte die Firma Stahlhuth ein erstes Instrument mit 16 Registern an.
- 1958 wurde diese um 18 Register erweitert.
- 1963 baute die Firma Walcker die Orgel auf insgesamt 43 Register aus.
- Im Zuge einer umfassenden Innenraumsanierung in den Jahren 2010/11 wurde die Orgel erneut neugestaltet.
Bereits 1986 wurde die Kirche saniert. Eine besonders tiefgreifende Erneuerung des Innenraums erfolgte ab 2009 auf Initiative von Pfarrer Hurtz, was dem Raum eine beeindruckende Wirkung verlieh. Trotz ihrer städtebaulichen Bedeutung als Ankerpunkt für Rheydt und der sanierungsbedürftigen Stellen an der Fassade hat die Pfarrgemeinde bisher gegen eine Einstufung als Denkmal entschieden.
Quellen
Wikipedia
Limburg Bernd
Günter Krings.de
WEIMBS.de
Bonus: