Ehem. Residenzkino | 246
Im Jahr 1954 bereicherte das neu eröffnete „Residenz-Theater“ die Kinolandschaft im Mönchengladbacher Stadtzentrum. Es wurde von der Firma von Sondern KG (Schauburg) mit dem Film „Der Zigeunerbaron“ eingeweiht und war zu diesem Zeitpunkt das 13. Lichtspielhaus, das nach dem Krieg in der Stadt entstand.
Für die architektonische Gestaltung zeichnete der Düsseldorfer Hanns Rüttgers verantwortlich, der das Projekt gemeinsam mit den lokalen Fachleuten Regierungsbaumeister Baumanns und L. Hennekes realisierte. Das Kino war als Amphitheater konzipiert, wobei Logen und Hochparkett für eine erhöhte Sitzposition sorgten, was dem Haus eine vornehme Atmosphäre verlieh.
Besondere optische Akzente setzten folgende Details:
- Ein Hauptvorhang, der mit Blumen-Applikationen verziert war.
- Wandverkleidungen, die in einem vertikalen Streifenmuster gestaltet waren.
- Eine indirekt beleuchtete Decke aus Rigips.

Auch die funktionale Ausstattung war modern gehalten. Ein Foyer in dezentem Design sowie ein spezieller Theaterumgang ermöglichten einen reibungslosen Ablauf für die Besucher. Technisch war das Theater mit einer 5,10 x 12,40 Meter großen Leinwand und Ernemann X-Projektoren ausgestattet.
Trotz dieser hochwertigen Einrichtung endete die Geschichte des Kinos vergleichsweise schnell: Nachdem die Betreiber Mitte der 1960er-Jahre gewechselt hatten, konnte sich der Standort nicht mehr lange behaupten.
Baujahr; Stillegung
Quellen
Alle Kinos.com