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Das Summloch | 685

Skulpturen 4. Mai 2026

Das Phänomen des Summlochs lädt dazu ein, durch tiefes Einatmen und anschließendes, langes Summen beim Ausatmen die eigene Stimme neu zu erfahren. Um den idealen Effekt zu erzielen, sollte man mit locker geschlossenen Lippen und Mund in unterschiedlichen Tonlagen summen, bis der individuell passende Ton gefunden ist. Den richtigen Ton identifiziert man durch eine besonders starke Resonanz. Dabei ist die Vibration der Stimme nicht nur im Kopf, sondern im gesamten Körper, vom Rücken über den Bauch und die Beine bis hinunter in die Fußsohlen spürbar. Diese Übung sollte mehrfach wiederholt werden.

Der "Tremor" und historische Wurzeln

Hinter diesem Erlebnis steht die Theorie, dass jeder Mensch eine individuelle Organ-Vibration besitzt, die als „Tremor“ bezeichnet wird. Durch das Summen wird dieser Tremor massiv angeregt. Es wird vermutet, dass diese Form der belebenden „In-Ton-Setzung“ des Organismus in der menschlichen Frühzeit eine noch bedeutendere Rolle spielte als Tanz, Gesang oder Instrumente wie Trommel und Flöte. Bei dem vorliegenden Stein handelt es sich um die Nachbildung eines Summlochs, wie man es in unterirdischen Höhlensystemen auf Malta findet. Abschließend wird die Bedeutung solcher Stationen mit der Forderung unterstrichen, dass keine Schule ohne einen Summstein sein sollte.

Das „Summloch“ ist Teil der Spiel- und Erfahrungsstationen zur Entfaltung der Sinne, die von der Firma graubner nach den Konzepten von Hugo Kükelhaus entwickelt wurden.

Das Unternehmen hat seinen Sitz in 79737 Herrischried und ist telefonisch unter der Nummer 07764 - 9393-0 erreichbar. Die Stationen dienen dazu, Sinneswahrnehmungen – wie im Falle des Summlochs die körpereigene Resonanz und Vibration – spielerisch erfahrbar zu machen.

Quellen

Schildbeschreibung vor Ort

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