Werfthalle Ludwigshafen

Rhenania Ossag Werfthalle | LU32

Hallen 30. Apr. 2026

Die unter dem Namen Rhenania-Werfthalle bekannte Struktur am Ludwigshafener Rheinufer war eine wegweisende Hafenhalle, die den schnellen, wetterunabhängigen Güterumschlag ermöglichte. Heute ist ein Teil davon als die unter Denkmalschutz stehende „alte Werfthalle“ erhalten. 

Historische Bedeutung und Bauweise

Die Halle war eng mit dem Aufstieg Ludwigshafens zum drittgrößten Binnenhafen Deutschlands verknüpft. 

Werfthalle Ludwigshafen

  • Funktion als „Schnellumschlaghalle“: Die Werfthalle wurde von der Rhenania betrieben und verfügte über 18 Tore.
  • Besondere Architektur: Das Hallendach ragte über die Kaimauer und die Wasserfläche hinaus. Dadurch konnten bis zu drei Schiffe gleichzeitig unter Dach und somit bei jedem Wetter be- und entladen werden.

Standort: Sie wurde am ehemaligen Winterhafen errichtet, der bereits 1847 ausgebaut worden war und Schiffen im Winter Schutz vor Eisgang bot. 

Verbindung zur Rhenania-Ossag

Obwohl die Werfthalle primär dem allgemeinen Güterumschlag diente, war die Rhenania-Ossag (heute Shell) ein prägender Akteur der Ludwigshafener Industriekultur: 

  • Ölhafen & Shell-Haus: Etwa einen Kilometer entfernt wurde 1898/99 der Ölhafen für die Petroleumindustrie ausgebaut.

Verwaltungssitz: Die Rhenania-Ossag ließ 1926/27 das repräsentative „Shell-Haus“ in der Mundenheimer Straße als Verwaltungssitz errichten, das heute ebenfalls unter Denkmalschutz steht. 

Heutige Nutzung

Im Zuge der Stadtentwicklung und des Baus der Rhein-Galerie wurde ein Großteil der ursprünglichen Hallenanlagen abgerissen. Der erhaltene denkmalgeschützte Teil, die Werfthalle Ludwigshafen, dient heute als moderner Veranstaltungsort und Bürostandort für Unternehmen der Kreativ- und Digitalwirtschaft. 

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