Flash - Light (Metropol) Rheydt | 293
Das Kino wurde 1949 in der vom Krieg stark zerstörten Innenstadt von Rheydt in einem vormaligen Tanzsaal, dem "Saalbau Rütten", durch die Firma Mattner & Co. in 80 Tagen errichtet. In den geräumigen Wandelgängen erhielten Rheydter Künstler die Gelegenheit, ihre Werke auszustellen. Eine Vielzahl von Eingängen führte in den Saal mit seinen geschlossenen Logen. Die gediegene, mit Metall eingefasste Bestuhlung - zu einem Drittel gepolstert - passte sich dem Gesamtrahmen gut an.
Auffällig waren die ganz holzgetäfelten Wände. Bei der Farbgebung hielt man sich mehr an Rot, das mit Gold abgesetzt war. Die Decke wurden aus vergoldeten Strahlern indirekt angeleuchtet. Aus technischen Gründen wurde eine Gipsleinwand eingebaut, die Lautsprecherkombination war seitlich davon. Die Vorführkabine wurde mit zwei Askania-Projektoren ausgestattet. Eröffnungsfilm war der Wolfgang Liebeneiner-Film "Liebe 47" mit Hilde Krahl und Karl John.
Das Nachkriegskino fungierte seit den 1970ern unter dem Namen "Flash-Light". Die sehr stark reduzierte Sitzzahl und der Name deutet darauf hin, das es sich hierbei um eine zu dieser Zeit sehr häufig anzutreffende "Filmdiscothek" handelte.
Quellen
Alle Kinos.de